Umbau von Notunterkünften,
Okinoerabu Island, Japan

Aus Fukushima-Sheltern wird eine Hotel-/Freizeitanlage auf Okinoerabu Island in der Kagoshima Präfektur im Süden von Japan

Nach der Tsunami- und Atomreaktorkatastrophe in Fukushima wurden 2011 Holzbau-Shelter erstellt, die bis 2016 als Notunterkünfte genutzt wurden. Nach der Umsiedlung der Bewohnerinnen und Bewohner zurück in dauerhafte Wohnungen, kam die Frage der weiteren Nutzung der Notunterkünfte auf.

Zitat vom Architekten Haryu Wood Studio, Fukushima: “Die Notunterkünfte in der Region Tohoku werden nach und nach abgerissen, und die Menschen ziehen wieder in reguläre Häuser zurück. Die Frage ist: Gibt es hier irgendetwas, das wir für die Zukunft und die nächsten Generationen hinterlassen können, ohne die Erinnerungen und Lehren aus dieser Katastrophe zu vergessen? Wir haben mit Leuten zusammengearbeitet, die am Bau von Notunterkünften in der Region Tohoku (Nord-Japan) beteiligt sind, um über neue Nutzungsmöglichkeiten nachzudenken. Das Ergebnis war, diese Notunterkünfte nach Okinoerabu Island zu verlegen – einer Inselgruppe ganz im Süden von Japan, auf der es auch häufig zu Taifunen kommt.“

Folglich wurden die Shelter auf dem Seeweg nach Okinoerabu Island verschifft und wurden gemäß Umnutzungskonzept als Resort, Café und kleines Restaurant umgebaut.

  • Bauzeit: 2018-2019

  • Architekt: Haryu Wood Studio, Fukushima

  • Ort: Okinoerabu Island, Kagoshima Prefecture

Die Notunterkünfte in neuer Funktion und an neuem Standort am Meer.

Die Innenräume sind komplett holzverkleidet.

Beim Eröffnungsfest feiern die Gäste die ehemaligen Shelters als neues Resort, Café und kleines Restaurant.


Eindrücke vom Bauverlauf

Die Holzbaustruktur muss besonders vor den harten Witterungseinflüssen am Meer geschützt werden.

Aufgrund der extrem hohen Windlasten in Okinoerabu Island kam mit der SOLITEX FRONTA QUATTRO connect eine besonders starke Wandschalungsbahn zum Einsatz.


Für dieses Bauprojekt wurden folgende pro clima Produkte verwendet: